Mittwoch, 27. Februar 2013

Dankbarkeit


Es fühlt sich komisch an mal wieder glücklich zu sein. Glücklich zu sein erscheint mir so fremd, so unecht.

Ich wollte immer nur glücklich sein und jetzt wo ich es bin weiß ich nicht ob ich das überhaupt noch will. Sehr kompliziert ich weiß, ich verstehe es ja selber nicht.

Ich habe ,,verlernt“ glücklich zu sein, wusste nicht wie es ist glücklich zu sein, hatte das Gefühl verloren.

Eine Person hat es geschafft mich wieder aufzubauen. Ich liebe sie mehr als alles andere, ich kann meine Dankbarkeit nicht ausdrücken. Sie hat mir den Schmerz genommen, hat mich aufgeheitert ohne dass sie weiß wie es mir wirklich geht, sie bringt mich immer zum Lachen und ich empfinde nur tiefe Dankbarkeit dafür!

Manche sagen wir sehen aus wie Schwestern, sehr süß und ich muss sagen, dass wir uns in manchen Gelegenheiten echt ähnlich aussehen, fast wie Schwestern. Ich kannte sie schon länger aber irgendwann hat man halt den Kontakt ein bisschen verloren, wie das halt so ist wenn man sich fast nicht mehr sieht. Vor ein paar Wochen hat man dann mehr Zeit miteinander verbracht weil man im gleichen verein ist und man hat gemerkt wie sehr man sich gefehlt hat.

Es ist immer wieder eine große Freude für mich sie zu sehen, denn mit ihr verbinde ich Gelassenheit, Freude, Hoffnung und glücklich sein.

Wir ähneln uns in unserem Verhalten sehr, denken gleich, haben ziemlich gleiche Interessen, hören die gleiche Musik und wir finden einfach die gleichen Dinge toll!

Auch wenn man bis vor paar Wochen lange nichts mehr zusammen unternommen hat kam es einem so vor als hätte man jeden Tag zusammen verbracht. Es fühlt sich an als würde ich schon alles von ihr kennen (auch wenn das nicht der Fall ist).

So ein Gefühl der Sicherheit gibt mir nicht jede Freundin aber sie schafft es trotzdem. Wir bezeichnen uns selber als Seelenverwandt. Auch wenn es kindisch erscheinen mag aber irgendwas muss doch dran sein wenn viele sagen wir seien uns so ähnlich, wie Schwestern.

Wir können über so einen Mist reden und es ist einfach nur super lustig mit ihr was zu machen. Wir haben beide die bescheuertsten Ideen und niemand würde mich so verstehen wie sie es tut. Wir sind einfach nur zwei lebensfrohe Mädchen.

Ich und Lebensfroh, fast schon ein Fremdbegriff für mich. Sie macht mich zu einem besseren Menschen und zeigt mir für was es sich lohnt zu leben.
 
 
 
 

Samstag, 23. Februar 2013

Ich bin das Buch, welches immer angefangen, aber nie zu Ende gelesen wird.


Sie sagen sie lieben mich, verteidigen mich aber nicht wenn jemand was gegen mich sagt sondern stimmen zu.

Sie sagen sie beschützen mich, aber am Ende fallen sie mir in den Rücken.

Sie sagen sie sind immer für mich da, doch haben mich schon längst verlassen.

Freunde sind nicht gleich Freunde. Die einen treten dich, die anderen lieben dich, die anderen betrügen dich und andere segnen dich.

Nichts ist für immer, das weiß ich. Auch keine Freundschaften. Irgendwann lebt man sich auseinander weil man einfach keine Zeit mehr füreinander hat und weil andere Personen so viel interessanter Wirken.

Was tun wenn die ,,Beste Freundin“ eigentlich gar keine Freundin ist? Sie  ignoriert mich wenn es mir schlecht geht, lacht mit anderen wenn ich am Weinen bin, hält lange Reden wenn ich jemandem zum Zuhören brauche.

Für mich hat man keine Zeit, das weiß ich ja schon lange, mich aber dann zu beschuldigen dass wegen mir die Freundschaft auseinander bricht ist zu viel des guten.

Man hat sich nichts mehr zu sagen, trifft sich immer seltener und verliert das Interesse, vielleicht musste es ja so kommen.

Vor ein paar Wochen ging es mir richtig gut, ich habe viele neue Leute kennengelernt und ich habe meinen Seelenverwandten gefunden (ja, ich glaube an so was), mehrere Wochen hab ich weder etwas von meiner Freundin gehört noch irgendwas von ihr gesehen. Sie war nie da wenn ich sie brauchte. Mehrmals hatte ich sie darum gebeten zu kommen, mich zu unterstützen, nie war sie da.

 

Ich bin das Buch, welches immer angefangen, aber nie zu Ende gelesen wird.
 
 
 

Mittwoch, 20. Februar 2013

happy birthday.


Mal wieder verfolgt mich das Gefühl nichts wert zu sein, sehen wir der Wahrheit ins Gesicht, ich bin es.

Heute hab ich Geburtstag, für manche ist das der Tag an dem sie extra früher aufwachen um sich besonders schön zu machen, ich würde am liebsten den ganzen Tag in meinem Bett liegen, aber man muss ja in die Schule gehen.
Ich hasse es in die Schule zu gehen, und noch mehr an meinem Geburtstag.

Wenn dich alle anstarren, manche können das nicht ertragen, ich hab das Problem nicht, an mir läuft jeder vorbei als wäre ich Luft. Es macht mir nichts aus, ist auch besser so. Es ist mir auch egal damit die meisten Leute meinen Geburtstag vergessen haben, es ist mir egal. Den Tag hasse ich sowieso mehr wie alle andren Tage im Jahr. Für was wird man denn gefeiert? Dafür dass man noch lebt? Verwandte melden sich nur dann, einmal im Jahr, und zwar an meinem Geburtstag. Wie wichtig ist man denn anderen wenn man sich nur einmal im Jahr meldet, an einem Geburtstag und  die meisten vergessen es auch noch. Immer dieses dumme Getue, achja wir haben uns ja so lieb bla, bla, bla.

Es ist ja nicht nur so dass es mich aufregt dass jeder zweite meinen Geburtstag vergessen hat sondern auch dass ich heute mit einem Pulli wo die Ärmel am Ellenbogen enden in die Schule gegangen bin, erst hab ich es vergessen als ich mich heute Morgen angezogen habe, dann hab ich es gemerkt aber es war mir egal. Wieso auch immer, immer versuche ich meine Narben zu verdecken aber heute war mir das Scheiß egal. Denkt ihr dass einem meine Narben und Schnitte aufgefallen sind? Ich weiß es ist verwirrend und ich versteh es selber nicht aber auf der einen Seite will man dass jemand von deinen Problemen mitbekommt, dass du mit einer Person darüber reden kannst und dass dich endlich mal jemand zur Seite nimmt. Andererseits will man erst gar nicht damit es jemand rausfindet, es ist ganz komisch und mit Worten unerklärlich. Wie gesagt sind niemand sind meine Narben aufgefallen, auf der einen Seite ist es gut so, dann muss ich mich nicht rechtfertigen, auf der anderen Seite ist es echt scheiße und traurig zu sehen damit man dich eigentlich gar nicht kennt, du weder angeschaut wirst und es gibt dir einfach das Gefühl nichts wert zu sein, wer weiß, vielleicht hat es jemand gesehen, meine Narben sind nicht unsichtbar aber wer weiß, vielleicht hatte die Person Angst was zu sagen, Angst zu fragen, oder einfach nur kein Interesse weil ich eh nicht wichtig bin.

Wie auch immer, ich werde mich einfach wie jeden Geburtstag in meinem Zimmer verkriechen.

Ganz ehrlich, würde ich mir jetzt das Leben nehmen dann würde es keinem auffallen.

Wir sehen uns in der Hölle.
 
 
 
 

Freitag, 15. Februar 2013

Familie.


Was ist wenn man sich zuhause wie eine Fremde Person fühlt, was ist wenn man zuhause Angst hat, Angst davor etwas falsch zu machen, was ist wenn man zuhause einfach nicht mehr ,,zuhause“ nennen kann.

Ich stelle mir oft diese Fragen, nie habe ich irgendwie Liebe erfahren, keine Liebe nur Hass. Man geht sich so gut es geht aus dem Weg, man schafft es nicht mit jemand anders in einem Raum zu sein, aus der Gefahr jemanden gleich eine zu klatschen.

Zuhause werde ich runter gemacht, beleidigt, schikaniert, über mich wird gelacht, über meine Träume, über alles. Nie redet man miteinander und wenn dann kommt nichts Schönes dabei raus. Mir werden ständig Dinge an den Kopf geworfen und werde vor anderen schlecht gemacht.

Natürlich gibt es Streit in jeder Familie keine Frage aber das hier bei mir ist nichtmehr normal. Habe nie Liebe erfahren, nie. Und wisst ihr was das schlimmste ist? Wenn man versucht jemandem zu erklären wie schlimm es einem daheim geht und dann nur die Antwort kommt: deine Eltern lieben dich doch ganz sicher oder so was wie: ach komm, so schlimm ist es doch nicht, geht schon wieder vorbei oder vielleicht so was: Du übertreibst, bestimmt ist es nicht so schlimm. DOCH ES IST SO SCHLIMM!

Ich bin stumpf und dumm, nicht mehr zu rühren, jung, kalt, zerbrechlich, aber was soll man den erwarten wenn man in Mitten von Schlägen aufwächst? Der ständige Terror. Manche finden es hart wenn ich sage dass ich meine Eltern und meine ganze Familie hasse, manche denken ich bin ein undankbares Miststück, vielleicht bin ich das ja auch aber sie wissen nicht wie viel Leid mir schon angetan wurde.

Es gibt kein Tag ohne Türen knallen, Geschrei, Geweine. Niemals.

 

Deine Wünsche werden nicht akzeptiert, in diesem Haus wird rein gar nichts akzeptiert und anerkannt…

Mir wurde nie zugehört, ist das der Grund wieso ich nicht reden kann?

Es wurde nie etwas anerkannt, ist das der Grund wieso ich mich so wertlos fühle?

Ich habe nie Liebe gespürt, der Grund wieso ich nicht fähig bin Liebe zu empfinden?

 
Wer weiß.



Dienstag, 12. Februar 2013

wenn erinnerungen, erinnerungen werden.

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll, in letzter Zeit ist so viel passiert, ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt und jetzt, jetzt heißt es wieder Abschied nehmen.

Wir sehen uns zwar immer noch ab und zu aber nicht mehr so wie in den letzten vergangenen Wochen.

Wir haben jeden Tag zusammen gesessen und haben einfach nur Scheiße gemacht, ich habe meine Mädels so ins Herz geschlossen, wir saßen wirklich von Morgens um Elf bis abends um 2 Uhr zusammen und haben einfach nur geredet und Spaß gehabt, Party gemacht und sehr viel gelacht. Ich habe mal für eine Weile meine Schmerzen vergessen, meine Traurigkeit und jetzt, jetzt ist es vorbei. Jetzt sieht man sich nicht mehr weil die unglaubliche Zeit wieder vorbei ist. Wir sehen uns zwar noch aber es ist einfach nicht mehr so wie es war. Manche von denen sehe ich gar nicht mehr bis es wieder nächstes Jahr anfängt.

Es ist so unfair dass alles ein Ende haben muss, die Mädels sind mir so ans Herz gewachsen und ich liebe sie einfach nur so sehr, ich habe in den letzten Wochen so viele neue Freundschaften geschlossen und ich will nicht wahrhaben dass es vorbei ist.

Leute die früher einfach nur irgendwelche Leute waren sind nun meine Besten Freunde geworden. Sie haben mich den Schmerz vergessen lassen, ich liebe sie so sehr.

A. Sagte dass man auch das traurige erleben  muss wenn man immer das schöne hatte, und da hat sie recht. Ich freu mich so auf nächstes Jahr.

Jetzt fällt es mir noch schwer, ich kann nicht aufhören zu weinen, ich bin ein menschlicher Wasserfall. Ich werde sie einfach vermissen, die Erinnerungen, die gemeinsamen Abende, alles.

Mädels, ich liebe euch!
 
 

Mittwoch, 6. Februar 2013

heute in Religion...


Heute in Religion… ich hab fast angefangen zu heulen.

Wir haben ein Gedicht gelesen, von Dietrich Bonhoeffer…

 
Wer bin ich?

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich träte aus meiner Zelle

gelassen und heiter und fest

wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich spräche mit meinen Bewachern

freu und freundlich und klar,

als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,

ich trüge die Tage des Unglücks

gleichmütig, lächelnd und stolz,

wie einer, der Siegen gewohnt ist.
 

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?

Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?

Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,

 ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,

 hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,

 dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,

 zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,

 umgetrieben vom Warten auf große Dinge,

 ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,

 müde und zu leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,

 matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

 Wer bin ich? Der oder jener?

 
Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer?

 Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler

 und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?

 Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,

 das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

 

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.

 Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

 

 
Daraufhin mussten wir eine sehr persönliche Aufgabe erfüllen bei der ich am liebsten heulend rausgerannt wäre…

 

Stellt euch einmal diese Fragen…

Wer bin ich?

Andere sagen mir oft…

Bin ich das wirklich,

was andere von mir sagen?

Oder bin ich das,

was ich selbst von mir weiß?

Ich bin…

Wer bin ich?

Bin ich heute dieser und morgen ein anderer?

Welche Rollen nehme ich meinem Leben  ein?


 

 

 

Montag, 4. Februar 2013

und tschüss...

Einfach mal alles abstellen, kein Facebook mehr, kein Whatsapp mehr, kein Mobilfunknetz, alles ausgeschalten, wieso? Weil mir jeder auf die Nerven geht. Nicht jeder aber die meisten. Am Ende wird man doch sowieso nur von jedem dumm angequatscht und man diskutiert über sinnlose Dinge. Ich brauch mal Zeit für mich, ich werde von lauter sms und Benachrichtigungen nur abgelenkt. Man richtet sich nur nach anderen und genau dem will ich einen Schlussstrich ziehen. Ich bin unabhängig, hab keine Kontakt mehr zu anderen und hab kein Plan was gerade so alles abgeht, wo und wann die nächste Party ist und was wir für Hausaufgaben aufhaben.

Sowieso frag ich mich wieso wir immer versuchen auf dem neusten Stand zu sein, meistens wird sowieso nur dummes Zeug gepostet und irgendwelche nervigen ,,Freunde“ schreiben dich an, machen dir vielleicht sogar noch Vorwürfe und drücken nicht gerade sehr nett aus dass sie dich echt ziemlich scheiße finden. Darauf kann ich verzichten, vielen Dank.

Dafür habe ich Zeit vieler andere Dinge zu tun, zum Beispiel lesen, das habe ich schon seit Monaten nicht mehr gemacht, es wird mal wieder Zeit, und endlich muss ich mich nicht mehr nach dem piependen Ton an meinem Handy richten.

Ich kann mal wieder einen Film schauen ohne dass ich dabei alle fünf Minuten von einer neuen sms gestört werde.

Und da fällt mir ein dass ich eigentlich mal wieder lernen sollte. Ups.

Für die Menschen die mich nicht jeden Tag sehen die wissen nicht was los ist, schon komisch, auf einmal bin ich weg, man kann mich nicht mehr erreichen. Wenn ich meine Freundin nicht mehr erreichen könnte, egal wo dann würde ich so ziemlich durchdrehen. Aber ich will ja keinem Sorgen bereiten, ich will einfach nur ne Auszeit und wer weiß, vielleicht sind sie ohne mein Gelaber besser dran und haben mehr Spaß. Vielleicht fällt es auch keinem auf dass das kleine Mädchen nicht mehr da ist.