Dienstag, 11. Dezember 2012

nobody listens

Wieso ich mit keinem über meine Gefühle reden kann? Weil mir bis jetzt keiner zugehört hat.

Sie fragen was los ist, meinen es aber nicht so. Am liebsten würden sie dich gar nicht fragen aber die tun es trotzdem, einfach so aus Höflichkeit. Mal schauen was sie so zu sagen hat, aber wenn du ehrlich bist ist es dir doch lieber wenn ich einfach nur sage ‚mir geht es gut’ und du kannst wieder gehen, so ist es doch immer. Ich habe in meiner Vergangenheit oft versucht anderen meine Probleme zu erzählen, konnte es aber nie weil ich immer zurückgewiesen wurde ‚sorry hab gerade keine Zeit‘ , ‚kann das nicht warten‘, das waren nur die schlechtesten Ausreden. Ich hätte so dringend jemandem zum Reden gebraucht aber keiner war da. Nicht umsonst bin ich heute so leise, fälsche ein Lächeln bei jeder Gelegenheit aber weine wenn ich nachhause komme. Ich habe einfach niemanden, und so sollte das nicht sein. Ich war überrascht als jemand auf mich zukam und mir zuhören wollte, das wäre meine Chance gewesen, aber ich konnte nicht, ich habe meinen Mund nicht aufbekommen, ich hatte immer im Gedanken dass sie das nur macht weil sie nett sein wollte. Das ist meine Art und Weise zu denken und das kann ich mir nicht einfach so abgewöhnen. Ich habe eine Mauer um mein Herz gebaut und die kann man nicht mal so eben sprengen. Ich weiß nicht ob ich jemals über meine Gefühle reden werde, ich denke eher nicht. Aber ich weiß dass ich auch irgendwie meine Gefühle rauslassen muss, irgendwie, sonst zerbreche ich noch mehr daran. Deshalb schreibe ich, ich habe schon immer viel geschrieben, über meine Gefühle und so. andere dachten ich sei verrückt weil ich schreibe als ob es kein Morgen gäbe, aber ich brauche nun mal mehr Seiten um meine Gefühle auszudrücken, mehr Seiten um meine Gefühle zu beschreiben. Es kostet mich Zeit und Aufwand aber das ist es mir wert, denn ich brauche es, und es hilft. Mit jedem Wort dass ich schreibe fällt mir ein bisschen Last von der Schulter. Ich weiß dass mich niemand auslachen wird, denn ich schreibe alles auf Papier. Mit jedem Wort dass ich schreibe oder tippe geht es mir ein bisschen besser, und am Ende fühle ich mich befreit. Ich muss meine Gefühle durch das schreiben ausdrücken, es geht nicht anders.