Montag, 18. März 2013

Freitag, 15.03.2013

Freitag 15.03.2013

Ich war am Wochenende weg, 3 Tage lang, mit Freunden in einer Waldhütte, 24 Stunden lang. Für manche bedeutet das Spaß pur, für mich aber nicht unbedingt.

24 Stunden lang Menschen um mich rum, ich kann mich nirgends verkriechen, kein Zimmer abschließen, alleine sein, nichts. Privatsphäre hat man hier nicht wirklich. Ich frage mich wieso ich überhaupt zugestimmt habe. Das war eine Kurzschlussreaktion, ich war an diesem Tag einfach zu glücklich… überwältigt von meinen positiven Gefühlen die sagenhafte 4 Stunden gehalten haben, hab ich kurzfristig zugestimmt. Segen oder Fluch? Heute Morgen war ich noch voll demotiviert, wollte schon absagen weil die letzten Tage und Wochen einfach wirklich NICHTS geklappt hat, jetzt sitz ich hier und hoff dass mir niemand über die Schultern schaut während ich schreibe.

Alle sind draußen Tischkickern, ich meide es, ich hasse Menschen. Traurig aber wahr. Was das Wochenende noch so bringen wird kann ich nicht sagen, es gibt zwei Möglichkeiten, positiv zu denken und das Beste daraus zu machen und mit guten Freunden Spaß zu haben ODER pessimistisch zu sein, mich zu verkriechen und eine auf Oberzicke zu machen die von nichts und niemandem was wissen will. Ich versuche so gut es geht positiv zu denken, aber trotzdem habe ich mich vorhin feige in ,,unserem Zimmer‘‘ verkrochen und hab ein paar Mal mit sehr bösen Gedanken gespielt die ich zum Glück überwunden habe als ich die Klingen in meinem Koffer sah, ich durfte nicht, nicht hier. Es war Schweine kalt, deswegen musste ich wohl oder übel wieder den Raum verlassen, dadurch dass ich nichtmehr alleine war als ich in den nächsten raum ging, verflogen meine schlechten Gedanken wieder, sie sind nicht gut für mich und in diesem Moment war ich dankbar dass ich nicht alleine war, auch wenn ich mich immer nach Einsamkeit und ruhe sehne.

Ich bin  gespannt wie sich das Wochenende noch entwickelt. Was passiert wenn ich wieder meine ,,Depri-Phase‘‘ bekomm? Dann ist wirklich alles vorbei. Ich habe meine Klingen dabei, sie werden mich im Notfall verrückt machen, weil ich weiß dass ich sie unbedingt auf meinem Arm spüren möchte, gleichzeitig wird es schwer die Schnitte wieder zu verbergen. Das Risiko ist zu groß. Sie sind Rettung und Killer zugleich. Sie liegen in meinem Koffer, Innentasche, erstes Fach. Was mich auch schon seit wenigen Wochen davon abhält mir die haut aufzuschlitzen ist das ich bald einen Allergie Test habe bei dem mein linker Unterarm entblößt wird. Mehr Schnitte und narben darf ich mir also nicht leisten, erst wieder nach dem Test, was nicht heißen soll dass ich mir danach gleich wieder die Klinge an dem Arm leg, wenn ich mich unbedingt ritzen will dann kann ich das auch, mein Körper hat noch mehr Stellen die man aufschneiden kann.

Kurzer Themawechsel!

Es sind fast alle betrunken, eigentlich bin ich ja hier die einzige die kein Alkohol trinkt, wenn mich jemand fragt wieso dann sage ich immer dass es aufgrund meiner Allergie Tabletten nicht geht, aber mein Verzicht hat nichts mit meinen Tabletten zu tun.  Ich habe Angst davor Alkohol zu trinken, habe Angst anzufangen und nicht mehr aufhören zu können. Bekannt ist ja das Betrunkene das aussprechen was Nüchterne denken. Wer weiß was ich alles im betrunkenen zustand erzählen würde. Von meinen Narben, Selbstmordgedanken, der Schläge zu Hause und Minderwertigkeitskomplexen. Ich würde ja am nächsten Tag nichts mehr davon wissen aber die anderen vielleicht schon. Ich probiere es erst gar nicht aus, das Risiko etwas zu verraten ist zu groß.





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