Samstag, 22. September 2012

Home, sweet home


Bald bin ich wieder daheim…

Ehrlich gesagt hab ich grad ziemlich unterschiedliche und verwirrende Gefühle. Einerseits freue ich mich auf zuhause andererseits will ich lieber weg bleiben. Weg von meinem Alltag, mal was Neues ausprobieren, nicht gebunden sei, im Haus zu sitzen wo es so viele Probleme gibt. Ich möchte raus in die weite Welt, etwas erleben… ich wollte schon immer verreisen, ich war noch ganz jung als ich mich wie verrückt am Flughafen gefreut habe, endlich raus aus meinem Leben, endlich mal was neues entdecken, was neues sehen, neue Menschen treffen, und einfach mal das Gefühl haben Frei zu sein. Frei zu sein von den Leuten die dich runter ziehen, frei zu sein von den Problemen die es bei uns zuhause gibt...

Ich meine wir alle wollen doch mal von neu anfangen, zu verreisen ist zwar befreiend aber nur für eine kurze Zeit, denn man kann ja nicht das ganze Jahr lang verreisen aber es ist ein guter Anfang! Es ist toll in andere Länder zu gehen weil dich dort keiner kennt, du hast die Chance nochmal alles anders zu machen, auch wenn es sich zum Schlechten wendet… alles hat seinen Grund. Aber es ist auch immer wieder schön nachhause zu kommen, dort wo man alle kennt, wo man weiß wo was ist, wo was hingehört… Wo du weißt wo dein Platz ist.  Ich liebe es weg zu sein und mal einfach Abstand zu haben aber trotzdem freue ich mich sehr auf zuhause, meine alten Freunde, mein Bett, mein Zimmer, mein Leben. Mein schönes altes vertrautes Leben.

Es ist unglaublich schön das hier mein zuhause nennen zu dürfen, natürlich haben wir Probleme zuhause, keine Familie ist perfekt aber darum geht es hier nicht. Ich schätze es unheimlich sehr dass ich ein Dach über dem Kopf habe, Klamotten zum Anziehen habe, es immer schön warm habe, dass ich essen kann ohne mir Sorgen zu machen was morgen wohl auf dem Speiseplan steht, und dass ich Eltern haben die mir das ermöglichen. Denn eigentlich lebe ich im Luxus, ich musste nie hungern, nie dursten, nie frieren, und trotzdem ist mir das manchmal nicht genug, manchmal passt mir das essen nicht und mache einen großen aufstand, was sollen wohl die Kinder in Afrika darüber denken? Die Kinder die hungern, frieren und dursten müssen, die nicht wissen wie es weiter geht, ob sie morgen noch leben oder nicht. Sie müssen in ständiger Angst leben…

Es tut mir unheimlich leid für diese Kinder und ich könnte mich manchmal selber ohrfeigen weil ich alles für selbstverständlich halte. Wir essen in überteuerten Restaurants und sogar da beschweren wir uns übers essen, die Kinder in Afrika haben nicht mal ein Stück Brot!!!

 

Wo jemand zuhause ist muss er selber wissen, aber bitte nehmt nicht alles für selbstverständlich, denn das ist es nicht!

http://www.youtube.com/watch?v=Ijy-ZcV3PH4

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen