Freitag, 15. Februar 2013

Familie.


Was ist wenn man sich zuhause wie eine Fremde Person fühlt, was ist wenn man zuhause Angst hat, Angst davor etwas falsch zu machen, was ist wenn man zuhause einfach nicht mehr ,,zuhause“ nennen kann.

Ich stelle mir oft diese Fragen, nie habe ich irgendwie Liebe erfahren, keine Liebe nur Hass. Man geht sich so gut es geht aus dem Weg, man schafft es nicht mit jemand anders in einem Raum zu sein, aus der Gefahr jemanden gleich eine zu klatschen.

Zuhause werde ich runter gemacht, beleidigt, schikaniert, über mich wird gelacht, über meine Träume, über alles. Nie redet man miteinander und wenn dann kommt nichts Schönes dabei raus. Mir werden ständig Dinge an den Kopf geworfen und werde vor anderen schlecht gemacht.

Natürlich gibt es Streit in jeder Familie keine Frage aber das hier bei mir ist nichtmehr normal. Habe nie Liebe erfahren, nie. Und wisst ihr was das schlimmste ist? Wenn man versucht jemandem zu erklären wie schlimm es einem daheim geht und dann nur die Antwort kommt: deine Eltern lieben dich doch ganz sicher oder so was wie: ach komm, so schlimm ist es doch nicht, geht schon wieder vorbei oder vielleicht so was: Du übertreibst, bestimmt ist es nicht so schlimm. DOCH ES IST SO SCHLIMM!

Ich bin stumpf und dumm, nicht mehr zu rühren, jung, kalt, zerbrechlich, aber was soll man den erwarten wenn man in Mitten von Schlägen aufwächst? Der ständige Terror. Manche finden es hart wenn ich sage dass ich meine Eltern und meine ganze Familie hasse, manche denken ich bin ein undankbares Miststück, vielleicht bin ich das ja auch aber sie wissen nicht wie viel Leid mir schon angetan wurde.

Es gibt kein Tag ohne Türen knallen, Geschrei, Geweine. Niemals.

 

Deine Wünsche werden nicht akzeptiert, in diesem Haus wird rein gar nichts akzeptiert und anerkannt…

Mir wurde nie zugehört, ist das der Grund wieso ich nicht reden kann?

Es wurde nie etwas anerkannt, ist das der Grund wieso ich mich so wertlos fühle?

Ich habe nie Liebe gespürt, der Grund wieso ich nicht fähig bin Liebe zu empfinden?

 
Wer weiß.



Dienstag, 12. Februar 2013

wenn erinnerungen, erinnerungen werden.

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll, in letzter Zeit ist so viel passiert, ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt und jetzt, jetzt heißt es wieder Abschied nehmen.

Wir sehen uns zwar immer noch ab und zu aber nicht mehr so wie in den letzten vergangenen Wochen.

Wir haben jeden Tag zusammen gesessen und haben einfach nur Scheiße gemacht, ich habe meine Mädels so ins Herz geschlossen, wir saßen wirklich von Morgens um Elf bis abends um 2 Uhr zusammen und haben einfach nur geredet und Spaß gehabt, Party gemacht und sehr viel gelacht. Ich habe mal für eine Weile meine Schmerzen vergessen, meine Traurigkeit und jetzt, jetzt ist es vorbei. Jetzt sieht man sich nicht mehr weil die unglaubliche Zeit wieder vorbei ist. Wir sehen uns zwar noch aber es ist einfach nicht mehr so wie es war. Manche von denen sehe ich gar nicht mehr bis es wieder nächstes Jahr anfängt.

Es ist so unfair dass alles ein Ende haben muss, die Mädels sind mir so ans Herz gewachsen und ich liebe sie einfach nur so sehr, ich habe in den letzten Wochen so viele neue Freundschaften geschlossen und ich will nicht wahrhaben dass es vorbei ist.

Leute die früher einfach nur irgendwelche Leute waren sind nun meine Besten Freunde geworden. Sie haben mich den Schmerz vergessen lassen, ich liebe sie so sehr.

A. Sagte dass man auch das traurige erleben  muss wenn man immer das schöne hatte, und da hat sie recht. Ich freu mich so auf nächstes Jahr.

Jetzt fällt es mir noch schwer, ich kann nicht aufhören zu weinen, ich bin ein menschlicher Wasserfall. Ich werde sie einfach vermissen, die Erinnerungen, die gemeinsamen Abende, alles.

Mädels, ich liebe euch!
 
 

Mittwoch, 6. Februar 2013

heute in Religion...


Heute in Religion… ich hab fast angefangen zu heulen.

Wir haben ein Gedicht gelesen, von Dietrich Bonhoeffer…

 
Wer bin ich?

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich träte aus meiner Zelle

gelassen und heiter und fest

wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich spräche mit meinen Bewachern

freu und freundlich und klar,

als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,

ich trüge die Tage des Unglücks

gleichmütig, lächelnd und stolz,

wie einer, der Siegen gewohnt ist.
 

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?

Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?

Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,

 ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,

 hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,

 dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,

 zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,

 umgetrieben vom Warten auf große Dinge,

 ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,

 müde und zu leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,

 matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

 Wer bin ich? Der oder jener?

 
Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer?

 Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler

 und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?

 Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,

 das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

 

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.

 Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

 

 
Daraufhin mussten wir eine sehr persönliche Aufgabe erfüllen bei der ich am liebsten heulend rausgerannt wäre…

 

Stellt euch einmal diese Fragen…

Wer bin ich?

Andere sagen mir oft…

Bin ich das wirklich,

was andere von mir sagen?

Oder bin ich das,

was ich selbst von mir weiß?

Ich bin…

Wer bin ich?

Bin ich heute dieser und morgen ein anderer?

Welche Rollen nehme ich meinem Leben  ein?


 

 

 

Montag, 4. Februar 2013

und tschüss...

Einfach mal alles abstellen, kein Facebook mehr, kein Whatsapp mehr, kein Mobilfunknetz, alles ausgeschalten, wieso? Weil mir jeder auf die Nerven geht. Nicht jeder aber die meisten. Am Ende wird man doch sowieso nur von jedem dumm angequatscht und man diskutiert über sinnlose Dinge. Ich brauch mal Zeit für mich, ich werde von lauter sms und Benachrichtigungen nur abgelenkt. Man richtet sich nur nach anderen und genau dem will ich einen Schlussstrich ziehen. Ich bin unabhängig, hab keine Kontakt mehr zu anderen und hab kein Plan was gerade so alles abgeht, wo und wann die nächste Party ist und was wir für Hausaufgaben aufhaben.

Sowieso frag ich mich wieso wir immer versuchen auf dem neusten Stand zu sein, meistens wird sowieso nur dummes Zeug gepostet und irgendwelche nervigen ,,Freunde“ schreiben dich an, machen dir vielleicht sogar noch Vorwürfe und drücken nicht gerade sehr nett aus dass sie dich echt ziemlich scheiße finden. Darauf kann ich verzichten, vielen Dank.

Dafür habe ich Zeit vieler andere Dinge zu tun, zum Beispiel lesen, das habe ich schon seit Monaten nicht mehr gemacht, es wird mal wieder Zeit, und endlich muss ich mich nicht mehr nach dem piependen Ton an meinem Handy richten.

Ich kann mal wieder einen Film schauen ohne dass ich dabei alle fünf Minuten von einer neuen sms gestört werde.

Und da fällt mir ein dass ich eigentlich mal wieder lernen sollte. Ups.

Für die Menschen die mich nicht jeden Tag sehen die wissen nicht was los ist, schon komisch, auf einmal bin ich weg, man kann mich nicht mehr erreichen. Wenn ich meine Freundin nicht mehr erreichen könnte, egal wo dann würde ich so ziemlich durchdrehen. Aber ich will ja keinem Sorgen bereiten, ich will einfach nur ne Auszeit und wer weiß, vielleicht sind sie ohne mein Gelaber besser dran und haben mehr Spaß. Vielleicht fällt es auch keinem auf dass das kleine Mädchen nicht mehr da ist.


Donnerstag, 31. Januar 2013

keinen interessierts.

Wir leben in einer Welt wo es egal ist wie du dich fühlst, es ist egal wenn du weinend durch die Straßen läufst, manchmal habe ich das Gefühl dass es sowieso niemanden interessiert wenn ich noch hier bin… ein Herzschlag, weg. Es würde keinem auffallen.

Ich weiß nicht ob die Leute nicht fragen weil es sie einfach nicht interessiert oder ob sie einfach nicht wissen wie sie dann mit mir umgehen sollen, wer weiß.

 

Es stellst dich nur eine Frage in meinem Kopf  ,,würde es jemanden interessieren wenn ich morgen Tod wäre“? Eine stark befahrene Autobahn, ein Schritt, weg.

Würde jemand weinen? würde mich jemand vermissen? kaum.

 

Ich habe keine Lust mehr zu reden. Keine Lust mehr zu nichts.
 
 
 
 

Montag, 28. Januar 2013

happiness...

Gestern war ich mal wieder glücklich, hatte keinen einzigen traurigen Gedanken, Erholung.

Gestern war ich mit ein paar Freunden weg, musste bei einem Umzug mitlaufen. Hatte zuerst keine Lust aber wenn man meine Mädels kennt, total aufgedreht und voller guter Laune, sie haben mich damit angesteckt und bin dankbar dafür. Mir ging es richtig scheiße und dann hab ich mit ihnen gelacht und getanzt wie bekloppte und alles war wieder gut. Solange ich nicht immer an die Klinge denke, an die schlechten Seiten im Leben bin ich eigentlich glücklich. Es ist mittlerweile total komisch das aus meinem Mund zu hören, ich bin glücklich, das hört sich schon verdammt Fremd an.

Es ist für mich immer gut Ablenkung zu haben und ich hasse es wenn der Tag zu Ende geht, dann bin ich wieder mit meiner Trauerstimmung alleine und denke einfach viel zu viel nach. Wenn ich keine Zeit zum Nachdenken habe, dann entstehen auch keine Negativen Gedanken aber das ist nicht so leicht diese Gedanken abzuschalten.

Heute bin ich wieder in diesem Loch, Lust auf nichts, einfach nur da liegen, nicht hören, nichts sehen, nichts reden. Einfach da liegen.

Wenigstens weiß ich dass ich noch glücklich sein kann!
 
 

Samstag, 26. Januar 2013

Rückblende.

Ich erinnere mich noch daran wie ich im September mit dem Blog angefangen habe, es hat sich so viel verändert.

Ich hatte Angst dass keiner meinen Blog lesen würde, hatte Angst dass irgendjemand den ich kenne den Blog Link in die Hand bekommt einfach weil ich Angst  hatte das mich jemand damit aufziehen und ärgern würde.

Ich weiß noch wie ich von meinen Träumen geschrieben habe, von meiner Klassenfahrt nach Berlin, von meiner besten Freundin. Ich war noch so glücklich, Ich korrigiere: glücklicher.

Wie viel sich doch ändern kann…

Jetzt hab ich den Blog schon ne weile und es befreit mich immer wieder aufs Neue. Ich habe niemanden zum Reden, deswegen schreibe ich, es tut gut. Es befreit meine Seele. Ich bin beeindruckt wie viel man über seine Gefühle schreiben kann, wie gut es tut und wie befreiend es ist. Ich bin beeindruckt davon wie viele Menschen man damit inspirieren und zum Nachdenken anregen kann, vielleicht gibt es einem nicht das Gefühl alleine zu sein wenn man sich Blogs durchliest die, die eigenen Gefühle wiederspiegelt. Wer weiß.

Irgendwann, in fernerer Zukunft  werde ich den Blog schauen und nachvollziehen können wie ich damals die Welt gesehen habe, all die Höhen und Tiefen, Alles.

Der Blog ist ja so zu sagen mein Tagebuch, sehr persönlich. Manchmal würde ich gerne wissen wer sich meinen Blog durchliest und Wieso überhaupt.

Freitag, 25. Januar 2013

Ich bin nicht glücklich!

Kann man verlernen glücklich zu sein?

Ich glaube ja.

Egal wie sehr ich es möchte, egal wie sehr ich versuche über alle Witze zu lachen, ich kann es nicht.

Dinge über die ich früher stundenlang lachen konnte berühren mich heute nicht mehr. Ich will glücklich sein, ich will lachen, also so richtig, von ganzem Herzen aber irgendwie will das nicht mehr funktionieren.

Ich habe es sozusagen verlernt. Ich kann es einfach nicht.

Ich versuche zu lachen über die kleinen Dinge aber es passiert nichts, es bewegen sich nur meine Mundwinkel, mein Herz bleibt einfach eiskalt stehen und auch meine Augen strahlen keine Freude aus.

Dieses Fake lachen geht mir auf die Nerven. Aber es scheint keinem aufzufallen oder zu stören und genau das ist ja der Sinn.


Donnerstag, 24. Januar 2013

Das Gefühl nichts wert zu sein...

Ich bin mit einem Gefühl aufgewachsen nichts wert zu sein, nirgends reinzupassen und das hat meine Kindheit geprägt und wird auch für immer so sein.

Ich habe nie wirkliche Liebe erfahren, nicht von meinen Geschwistern und auch nicht von meinen Eltern und werde es auch nie. Eigentlich suche ich nur ein bisschen Anerkennung aber zu oft wurde ich angeschrien. Vielleicht ist es so, vielleicht bin ich ja auch nichts wert!?

Dieses Gefühl ist einfach nur beschissen. Das kleine dünne Mädchen dass immer mit leerem Blick durch die Straßen läuft, auf der Suche nach ein bisschen Liebe die mir keiner geben kann, jeden falls nicht genug um mein kaputtes Herz zu füllen.

Ja natürlich, Anerkennung, Aufmerksamkeit das wollen wir doch alle, ich hab sie leider nie bekommen. Ich wurde nie irgendwie gelobt, ständig waren andere besser.

Ich habe es satt.

Ich muss schreien damit man mich überhaupt sieht, leider habe ich die Kraft nicht mehr dazu.


 

 

Dienstag, 22. Januar 2013

Es wird immer schwerer den Schmerz zu verstecken

Es wird immer schwerer den Schmerz, das Leid und die Traurigkeit zu überspielen. Ich habe das Spiel lange genug gespielt, fast ein Jahr glaub ich! Und es wird jeden Tag schwerer und schwerer. Es wird immer schwerer zu lachen obwohl ich weinen möchte, es fällt mir immer schwerer zu reden wenn ich doch lieber schreien würde. Es fällt mir alles so schwer! Ich kann nicht mehr richtig schlafen, ich WILL NICHT schlafen, zu viel Angst davor dass ich etwas schreckliches Träume, zu viel Angst dass mir das was ich in meinem Traum sehe nicht gefallen wird, und das wird es auf jeden Fall nicht. Es ist schwer von manchen Menschen abgestoßen zu werden weil ich ständig traurig bin aber ich verstehe es ja, keiner will mit dem kleinen depressiven Mädchen was zu tun haben, ich mach doch eh nur allen schlechte Laune.

Sie sagen dass Träume wahr werden, haben aber vergessen zu erwähnen dass Albträume auch Träume sind…